Unsere aktuellen Aktivitäten / Entdeckungen

15.02.2026 Haar-Eis im Pferdekämpe-Wald
Am Sonntag, dem 15.02.2026, lachte die Sonne bei frostigen Temperaturen von minus 5 Grad und forderte zu einem Waldspaziergang auf, in der Hoffnung, nach den letzten nassen Tagen und der frostigen schneelosen Nacht unser geliebtes Haar-Eis zu finden. Der 7km lange Rundwanderweg führte durch den Pferdekämpen-Wald, in dem wir nicht lange suchen mussten.
An 3 unterschiedlichen Stellen erblickten wir Totholz, aus dem das Haar-Eis leuchtend hervorblitzte. 

Die nachfolgenden Fotos und der Text dokumentieren das Ergebnis.
 

Eishaare wachsen bis zu 10 Millimeter in der Stunde

Das Ungewöhnliche an dieser Eisform ist, dass das Eis nicht wie ein Eiszapfen an den Enden, sondern von seiner Basis her wächst. Die feine Eiswolle entsteht, da das Wasser unter bestimmten Bedingungen nur oben im Holz gefriert. Dabei dehnt sich das Wasser aus, während von unten weiter Wasser nachdrückt, das dann an der Oberfläche gefriert.

Die Eishaare wachsen mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit von fünf bis zehn Millimetern pro Stunde, solange genug Wasser aus dem Holz nachgeliefert wird.

Aufgefallen war das Phänomen des Haareises dem berühmten Geophysiker und Meteorologen Alfred Wegener bereits im Jahr 1918. Schon damals hatte der Gelehrte einen schimmelartigen Pilz im Verdacht, für das Phänomen mitverantwortlich zu sein. Mit dieser Vermutung lag Wegener goldrichtig.

Ein Pilz verhindert die Kristallbildung

Forschende aus der Schweiz und aus Deutschland haben rund 90 Jahre später in einer Studie nachgewiesen: Ein winteraktiver Pilz namens Exidiopsis effusa verhindert mit Lignin-Abbauprodukten, dass sich große Eiskristalle bilden und löst damit den Prozess zur Bildung des filigranen Haareises aus. Erst durch die im Wasser enthaltenen Abbaustoffe des Pilzes wird also die Bildung der feinen Eisfäden möglich.

Das Haar-Eis, das für uns Menschen in der Winterzeit einfach schön anzusehen ist, dürfte für den Baumpilz also überlebenswichtig sein.
Vermutungen legen nahe, dass es sich bei dem haarigen Eis um eine Art Frostschutzmittel handeln dürfte. So gefriert das Wasser nicht im Holz, wo der Pilz wohnt, sondern außerhalb.

 Begegnungen auf den Abraumhalden Bergkamen + Hamm
 Die Klimaverschiebung ist erkennbar in Deutschland angekommen.
 Hier der Beweis mit dem tagaktiven Nachtfalter, Falter des Jahres 2025, dem "Russischen  Bären" oder auch der "Spanischen Flagge", genannt aufgrund seiner Färbung.
Näheres auf den Folien.

Südkirchen, im Juli 2025
Das Leben in der Natur ist verrückt, wenn man sich näher damit beschäftigt entdeckt man zu den einzelnen Arten höchst interessante Hintergründe.
Angefangen hat es bei nachstehenden Wespen - die nichts mit den von Menschen verhassten, stechenden Wespen gemein haben - mit der
Sandwespe, die uns raupenschleppend in der Westruper Heide bei Haltern begegnete, und endete im eigenen Garten mit den Töpfer-Wespen und dem Bienen-Wolf, der so heißt weil er Honigbienen fängt. 

In der Sommersonnenwenden-Nacht am 21. 06. 2025 erlebten wir im NSG Hirschpark, Nordkirchen, von 22:00 bis 23:30 Uhr eine tramhafte Begegnung mit den "Kleinen Glühwürmchen",
deren Männchen fliegend über den am Boden sitzenden, ebenfalls leuchtenden Weibchen, den Waldboden erleuchteten.


Traumhaft schön, wie schwebende Feen.
 

Im Oktober 2024 verbrachten wir eine Woche in dem norddeutschen Künstler-Dörfchen Worpswede, u.a. um die Kraniche im Umfeld zu beobachten.
Einige tausend Kraniche verweilten dort, um sich für den Weiterflug in südliche Gefilde zu stärken, insbesondere auf den Maisfeldern nach der Ernte, da dort immer noch viele Körner zu finden sind. 
Etwa 200m kann man sich an die dort verweilenden Gruppen heranwagen, bevor erste Kraniche ihre Köpfe heben aus berechtigter Scheu vor dem Menschen.
Die Bilder wurden deshalb auch mit einem 600mm-Objektiv geschossen.
Auf dem Huvenhoop-Beobachtungsturm bei der Gemeinde Glinstedt im Huvenhoops-Moor konnten wir gegen 18 Uhr gut den Einflug der Kraniche in diese Wasserlandschaft beobachten.
Dort verbringen sie die Nacht, um vor Prädatoren wie Fuchs und Wolf sicher zu sein. 

Was man im Wald so alles finden kann.

Die 4-blättrige Einbeere heißt  wahrscheinlich doch  wohl
4-blättrige,
weil sie lt. Namensgebung
4 Blätter besitzt, oder?

Seltenen Schmetterling am 25. 06.´24
in Lengerich entdeckt.

 25. Mai 2024
 Wir lieben Glockenblumen, insbesondere die Nesselblättrige Glockenblume, und noch mehr, was sich mit diesen Glocken erleben läßt.
Auf Glockenblumen haben sich besondere Wild-Bienen spezialisiert, nämlich die Glockenblumen-Scherenbienen  (siehe Bild), die man deshalb ausschließlich in den Glocken findet.
Diese Wildbiene ist auf den Pollen und Nektar der Glockenblumen angewiesen und nur auf deren Blüten zu finden. Manchmal ist sie in den Glocken schlafend zu beobachten.

 14. September 2023
 Nachdem wir uns seit Jahren in der Natur bewegen und an vielen Seltenheiten in der Natur vorbeikommen sind  wir immer auf der Suche nach linksdrehenden Weinbergschnecken, da wir wissen, dass etwa jede 10.000ste bis 1.000000ste Schnecke wohl linksgedreht sein soll. Mehr eine Marotte von uns.

 Doch heute traute ich meinen Augen nicht, als eine Weinbergschnecke mit einem linksdrehenden Gehäuse mir über den Weg kroch. Schnell war eine rechtsdrehende gesucht und gefunden, um den Vergleich bildlich festzuhalten. Näheres dazu bei Wikipedia 
 

 August/September 2023 Es ist Pilzzeit.
 Uns ist es gelungen, 2 der seltenen Stachelbart-Pilze, den Ästigen und den Dornigen, zu finden, der heute in
 Gourmet-Restaurants als teure Spezialität angeboten wird.
 
Darunter riesige Pilze an totem Holz, die deshalb auch Riesen-Porlinge heißen.
 Die Kamera dient nur als Größenvergleich.

 April 2023 Aus aktuellem Anlass präsentieren wir hier unsere Taubnesselsammlung.

  Interessant ist hier insbesondere Bild 3 und 4, auf der die Purpurrote Taubnessel zu sehen ist, obwohl einige der Blüten Schneeweiß sind. Dabei handelt es sich um die bei dieser Taubnessel selten vorkommende Albino-Pflanze. 

 14. April 2023 Exkursion zum NSG "Welter Bach" in Dülmen.

 Gestern, am wolkenlosen 14. April ´23, haben wir den Tag genutzt und sind im NSG "Welter Bach"  bei Dülmen gewesen und haben dort die Natur erlebt. Galloway-Rinder, Storch, Schafstelzen, Kiebitz, Nil- & Nonnengänse, Brachvögel, Bluthänflinge, Zilpzalp u.v.m waren zu sehen und zu hören, wie man auf den Bilderrn sehen kann.

 

Sommer ´22
Im Naturschutzgebiet Hirschpark Nordkichen, nahe dem Schloss Nordkirchen gelegen, beobachten wir im  Sommer´22 ein in Deutschland seltenes Neuntöter-Paar bei seiner Brut.

 

Am 28.06. zeigte sich dann erstmals der Nachwuchs.

 

Im gesamten Kreis Coesfeld gab es lt. Hirschpark-Infotafel (siehe tieferr) in 2011 nur noch insgesamt 11 brütende Paare.
 

Ein Kurzfilm (7min30) kann über das Bild geladen werden.

 

 

 

 

 

Mai/Juni ´22

Wenn man mit offenen Augen durch die Natur wandert und der Blick über die aufblühenden Pflanzen geht erblickt man neben schönen Tag- und Nachtfaltern z.B. auch Käfer mit besonders schönem Aussehen.

Als Beispiel sind nachfolgend einige Bockkäfer genannt/gezeigt, die besonders mit ihren langen, gegliederten Fühlern, die oft länger sind als der Körper, Eindruck schinden. 

Sie erinnern an die Hörner des Steinbocks und haben damit zum deutschen Namen geführt.

Die Erkennung und Benennung der Tier- und auch Pflanzenbilder ist dank Handy & ObsIdentify-App einfach.

 

 

Mai ´22
Im Naturschutzgebiet Ichterloh nahe dem Schloss Nordkirchen gelegen, vollendeten wir unsere Sammlung an Zipfelfaltern.

 

Auf dem Bild sind abgebildet 

  1. der  Brombeer-Zipfelfalter
  2.  der Ulmen-Zipfelfalter
  3.  der Pflaumen-Zipfelfalter und 
  4.  der Nierenfleck-Zipfelfalter.

Dass uns noch die fehlenden 4 begegnen, ist sichrlich unwahrscheinlich.

 

 

 

 

Nachtrag zu den Zipfelfaltern
Zu den 4 Zipfelfaltern gesellte sich unerwartet am 19.07.22 ein Eichen-Zipfelfalter, der uns bei hohen Außenemperaturen aus Eichenkronen auf unserem eigenen Grundstück besuchte.

Jetzt fehlen nur noch 3.

 

 

 

Frühjahr 2022
Einer unserer Lieblingsorte im Frühjahr war und ist auch noch das Naturschutzgebiet Ichterloh (
NSG Ichterloh), wo Bärlauch den Wald visuell und sensorisch verzaubert.

 

Im NSG Ichterloh waren in diesem Frühjahr sehr viele Nachtigallen unterwegs, teilweise hörte man gleichzeitig den Gesang von 5 Nachtigallmännchen, die sich damit um die Gust der Weibchen bemühten.

 

Einer der Wanderwege ist der Kaisermantel-Weg, auf dem uns auch der Pflaumen-Zipfelfalter und der Kleiner Eisvogel-Falter begegneten.

 

 

März ´22

Wer an den kalten, sonnigen und schneelosen Tagen im März ´22 im Teuto, z.B. über den Hermannsweg, wanderte, Augen für die Naturschönheiten und außerdem ganz viel Glück hatte, konnte haarfeine Eisbildungen an Totholz finden, welches an Zuckerwatte oder wallendes, silbriges Haar erinnert. 
Die Haare aus Eis sind bis zu 10cm lang und gerade einmal 0,02mm dick. Wenn die Temperaturen am Tag steigen, ist es schnell vorbei mit dem Zauber.
Das Haareis bildet sich auf Totholz - aber nur bei Temperaturen knapp unter 0 Grad, Windstille und hoher Luftfeuchtigkeit.
Verantwortlich ist de
r winteraktive Pilz 
Exidiopsis effusa.

 

 

 

 

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